Skip to main content
Allgemein

Demokratiebildung und Dialog in Zeiten der „Identitätspolitik“

By 19. November 2021No Comments

Dialog macht Schule führt im Zeitraum Herbst 2021 – Frühjahr 2022 eine Fachtagreihe zum Thema ‚Identitätspolitik‘ durch.

Ziel der Fachtagreihe mit dem Titel „Demokratiebildung und Dialog in Zeiten der ‚Identitätspolitik‘“ ist es, eine mit hoher Expertise besetzte interne Plattform zu schaffen, um eine differenzierte und sachbezogene Auseinandersetzung zu einem Diskurs anzuregen, der sich in den letzten Jahren zunehmend polarisiert hat und die Gesellschaft zu spalten droht. Debatten rund um das Thema Identitätspolitik, Umgang mit Diskriminierung, Rassismus und anderen Ideologien der Ungleichwertigkeit beherrschen zunehmend den öffentlichen Raum. Sie führen zu einer allgemeinen Verunsicherung, nicht zuletzt auch bei pädagogischen Fachkräften, und werfen Fragen zu den Auswirkungen auf die praktische Arbeit und Qualifizierung von Akteur*innen im Feld der Demokratiebildung auf.

Den Auftakt zur Veranstaltungsreihe bildete am 8. November der erste Fachtag mit dem Thema „Identität statt Diskurs? Diskursivität in der politischen Bildung und ihre Gefährdungen“.

Der Fachtag wurde mit einem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Sander, einem langjährigen Vertreter des Fachs Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Universität Gießen, eingeleitet. In seinem Vortrag setzte er sich kritisch mit den identitätspolitischen Herausforderungen politischer Bildung am Beispiel der ‚Rassismuskritik’ auseinander.
Die Teilnehmenden diskutierten über die Auswirkungen von ‚Identitätspolitik‘ auf verschiedene Praxisfelder sowie eigene Erfahrungen mit dem Thema. Die offene Diskussion über dieses aktuell sehr umstrittene Thema wurde von allen Anwesenden als fruchtbar empfunden. Einig war man sich auch darin, dass der Austausch fortgesetzt werden muss.

Wir bedanken uns bei den Teilnehmenden aller Mitgliedsorganisationen des Kompetenznetzwerks „Demokratiebildung im Jugendalter“ (KNWDJ), der Abteilung Integrationspolitik der Landeshauptstadt Stuttgart sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) und des Deutschen Jugendinstituts (DJI) für den offenen und sachlichen Austausch.

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung des Dialogs auf dem zweiten Fachtag am 6. Dezember. Mit Impulsbeiträgen von Karima Benbrahim, Ahmad Mansour und Guido Schulz erwarten wir eine Fortführung der spannenden und angeregten Diskussion.