Unser Ansatz

Das Programm Dialog macht Schule unterstützt Schulen in sozial-räumlich schwieriger Lage dabei, den Anforderungen einer immer vielfältigeren Schülerschaft gerecht zu werden. Dafür schafft das Programm mit seinen Dialogmoderator*innen (DM) Vertrauensräume, in denen die Schüler*innen (SuS) ihre eigenen Erfahrungen einbringen können, neue Perspektiven entdecken und Selbstwirksamkeit erfahren.

Folgende Bereiche werden dabei zusammengebracht:

  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Demokratiebildung
  • Partizipation

Ziele des Programms:

Jugendliche ab der 5. Klasse in ihrer (hybriden) Identitätsbildung unterstützen, um als selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Akteur*innen aktiv ihr Umfeld und damit Gesellschaft mitzugestalten.

Dialogische und demokratische Schulkultur fördern. Durch Projekte, Aktionen und Kampagnen wird die Schule zu einem Raum, in dem demokratisches Denken und Handeln gestärkt wird.

Förderung von Dialog- und Begegnungsräumen, in denen sich unterschiedliche Menschen und Gruppen austauschen und neue Perspektiven kennenlernen können.

Langfristige Beziehungsarbeit in kleinen Gruppen!

Dialog macht Schule qualifiziert Student*innen zu Dialogmoderator*innen. Die DM arbeiten über zwei Jahre wöchentlich mit ihren Schüler*innen zusammen. Diese intensive Form der Begleitung ermöglicht den DM eine Beziehung zu den SuS aufzubauen. Sie bildet auch die Basis der Arbeit in den Dialoggruppen: Im geschützten Vertrauensraum haben die SuS die Möglichkeit ihre Themen, Erfahrungen und Meinungen einzubringen.

Die eingebrachten Themen der Jugendlichen bilden dann den Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit:

  • Ein Liebesfilm kann zu einer intensiven Diskussion über Geschlechterrollen führen
  • Ein Konflikt im Klassenraum zum Austausch über das gemeinsame Miteinander
  • Ein aktuelles Thema, wie die Inhaftierung von Journalist*innen, zum Dialog über Pressefreiheit 

Unter Einsatz verschiedenster Methoden und moderner Medien, nähern sich die Dm und SuS den eigenen Themen. Diese bereiten sie gemeinsam auf, tauschen sich aus, positionieren sich, diskutieren kontrovers, lernen neue Perspektiven kennen und reflektieren. So werden soziale und demokratische Kompetenzen bei den Schüler*innen weiterentwickelt.

Die Verwirklichung eigener Ideen steht im Mittelpunkt!

Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit sind die Basis für aktive Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft. In den Dialoggruppen werden daher die Potentiale der Schüler*innen sichtbar gemacht und gestärkt. Über die Möglichkeit der Konzeption und Durchführung eigener Projekte, die sie aus den eingebrachten Themen entwickeln, ist der Raum zur Verwirklichung eigener Ideen geboten. So entstehen Projekte wie:

  • Fotoausstellungen zum eigenen Kiez
  • Filmfeste zum Thema Gerechtigkeit
  • Plakatkampagnen gegen Diskriminierung

Um individuell auf die Interessen der SuS eingehen zu können, teilen die DM eine Schulklasse in zwei Dialoggruppen mit max. 15 Schüler*innen. Dabei wird jeweils eine Gruppe von gleich zwei Dialogmoderator*innen begleitet – vier DM arbeiten also mit einer Klasse.