Begegnung macht Schule

Projektausgangslage

Junge Menschen bewegen sich oft in denselben Kreisen: Sie gehen tagtäglich in dieselbe Schule, ihre Erlebniswelt dreht sich stark um ihren eigenen Kiez und Freundeskreis. Selten kommen sie dabei mit Gleichaltrigen aus unterschiedlichen Vierteln in Kontakt, die neue Erfahrungen, Perspektiven und Horizonte mitbringen. Jedoch ist das Kennenlernen neuer Erlebniswelten und Perspektiven wichtig für die Entwicklung junger Menschen. Die Schule ist der geeignete Ort für solche Austausch- und Aushandlungsprozesse. Hier kommen Jugendliche unterschiedlichster Hintergründe zusammen und lernen idealerweise in einem Umfeld, das die Diversität der Gesellschaft widerspiegelt. Jedoch sind viele Schulen in Großstädten wie Berlin und Hannover sozial stark segregiert, haben also eine geringe soziale Durchmischung. Dieser Herausforderung widmet sich das Projekt "Begegnung macht Schule". Es schafft Begegnungsräume für Jugendliche unterschiedlicher Schulen und Schultypen, in denen sie sich austauschen und über ein Jahr an einem gemeinsamen Ziel arbeiten können. Für Lehrkräfte und Schulen bietet das Projekt die Möglichkeit, aus dem Austausch mit Kolleg*innen anderer Schulen, neue Ansätze und Ideen kennenzulernen und für die eigene Arbeit mitzunehmen.

Kick-Off des Projekts

Projektablauf

Im Rahmen des Projekts bilden zwei Klassen aus zwei verschiedenen Schulen und Schultypen eine Partnerschaft. Die Schultandems können sich entweder im Rahmen des Ethikunterrichts oder als freiwillige AG in meist zweiwöchigen Abständen treffen. Insgesamt umfasst die Arbeitsphase 14 Treffen und sieben Workshop-Tage. Die Begegnungstreffen und Projektarbeiten werden von 12 erfahrenen Dialogmoderator*innen geleitet. Sie alle haben bereits Dialoggruppen an Schulen über zwei Jahre begleitet und unterstützen mit ihrer Erfahrung die Konzeption und Umsetzung von BmS. Im September 2017 startete das Projekt in Berlin. Es startet hier zunächst im Schuljahr 2017/2018 mit vier Schulen und wird im Schuljahr 2018/2019 mit zwei Schulen in Hannover und zwei weiteren Schulen in Berlin weitergeführt. Beim ersten Durchlauf sind vier Schulklassen der 9. Jahrgangsstufe aus je zwei integrierten Sekundarschulen und zwei Gymnasien mit dabei.

Im Verlauf des Projektes entwickeln und lernen die Schüler*innen:

Diskussions-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit

Unterschiedliche Lebenswelten kennen

Begleitung

Das Projekt wird durch einen Qualitätszirkel begleitet, bei dem die Möglichkeit einer Verankerung des Projektes an den Schulen ausgelotet werden soll. Der Qualitätszirkel setzt sich aus acht Referent*innen zusammen, u.a. werden Vertreter*innen der Senatsverwaltung (SenBJW), Schulleiter*innen, Lehrkräfte, Vertreter*innen außerschulischer Bildungsarbeit sowie Wissenschaftler*innen eingeladen. In jährlichen Treffen wird die Struktur und Umsetzung des Projektes und insbesondere die Verankerung an den Schulen kritisch-konstruktiv beleuchtet. Darüber hinaus werden die Zielgruppen des Projektes klarer definiert und erste grundlegende Bedingungen überprüft, die essenziell für eine erfolgreiche Umsetzung sind. Die Ergebnisse des ersten Qualitätszirkels fließen in ein erweitertes Konzept des Projektes ein. Im Qualitätszirkel wird das Design des Projektes immer wieder in Hinblick auf seine weitergehende Umsetzung kritisch reflektiert.

Projektleitung

Das Projekt „Begegnung macht Schule“ leitet Anna Haupt. Unterstützt wird das Projekt von Lilit Soghomonyan. Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an: anna.haupt@dialogmachtschule.de

Lerne unsere Alumni-Dialogmoderator*innen kennen!

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Förderer