Subkulturen

Wissenschaft macht Schule stellt sein erstes Projekt "Subkulturen" vor!

Warum Subkulturen?

Zugehörigkeit und Identifikation: In der Pubertät beschäftigen sich Jugendliche im Alltag oft damit, wer sie sind und wer sie eigentlich sein wollen. Gerade in dieser Lebensphase ist es für junge Menschen besonders spannend, ihre Identität neu zu entdecken und für sich selbst zu entscheiden, wo sie als Jugendliche dazugehören möchten. Als Orientierung dienen ihnen verschiedene Peer-Groups, Lebensstile und Cliquen, zu denen sie sich hingezogen fühlen. Daraus ergeben sich Fragen wie: Welchen Subkulturen begegnen die Jugendlichen in ihrem Alltag und welche finden sie spannend? Im Rahmen des WmS-Projekts "Subkulturen" beschäftigten sich die Schüler*innen mit verschiedenen Gruppen aus ihrem eigenen Kiez.

Relevanz des Themas für SuS

  • Weshalb ist das Thema für Schüler*innen (SuS) spannend? Viele der SuS beschäftigen sich im Alltag damit, zu welcher Peer-Group sie zugehören wollen. Gerade Großstädte wie Berlin bieten eine Vielfalt von Subkulturen. Fast alle Lebensbereiche von Essen, Kleidung, ethnischer Herkunft bis zur Politik lassen sich aus der Brille von Subkulturen untersuchen.
  • Handlungsrelevanz des Themas für die SuS: Wie sehe ich die anderen und wie sehen sie mich? Wo möchte ich dazugehören und warum?
  • Und was hat das Thema mit Demokratiebildung zu tun? Subkulturen werden mit Themen wie Toleranz, Respekt, die Beziehung zwischen Subkultur und Gemeinschaft, Identität, und mit Vorurteilen assoziiert.

Wie wird das Thema Subkulturen "wissenschaftlich" aufbereitet?

Nach der Wahl des Themas wurde durch die Methode der „unwirklichen Steckbriefe“ das Vorwissen der Jugendlichen zu dem Thema abgefragt, sowie eine erste eigene Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht. Im Anschluss wurden die Jugendlichen mithilfe einer alters- und zielgruppengerechten Minivorlesung an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt. In dieser wurden u. a. Themen wie Alltagssprache und verschiedene gesellschaftliche Gruppen, als auch die Vorgehensweise einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einem Thema besprochen. Der nächste Schritt war die Anwendung des Gehörten auf die eigene Lebenswelt. Dies geschah über die Methode der „rotierenden Plakate“. Der wesentliche letzte Schritt war die Formulierung einer Forschungsfrage, mit der die Schüler*innen dann in ihrem Kiez Feldforschung betrieben und Menschen befragt haben. Sie entwickelten einen Interviewleitfaden und sprachen mit verschiedensten Personen über Subkulturen, u. a. einem Punk und einem Experten für den Bereich Neonazis. Die Ergebnisse hielten die Schüler*innen dann in ihrem Forschungstagebuch fest.

Phasen

1. Informationen sammeln und kategorisieren

Unwirkliche Steckbriefe sowie eine Minivorlesung zum Thema Ethnografien

Zur Methode der Steckbriefe

2. Informationen sammeln und sortieren 

Verbindung der eigenen Lebenswelt mit den Informationen durch „rotierende Plakate“

Zur Methode

3. Wissen schaffen – Daten erheben

Formulierung von Forschungsfragen und Entwicklung eines eigenen Interviewleitfadens

Zum Vorgehen

Von der Idee zur Umsetzung: Vorstellung des Forschungstagebuchs

Nach der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und der Befragung von Menschen verschiedener Subkulturen galt es nun Formen zu finden, in denen das Erlebte und Erfahrene festgehalten und nach Außen getragen werden konnte. Die Schüler*innen entschieden sich für ein Forschungstagebuch, das ihre Schritte bei der Auseinandersetzung mit Subkulturen nachzeichnet, ihre Eindrücke widerspiegelt und Ergebnisse aufzeigt. Sie legten eigenständig fest, welche Inhalte aufgenommen werden sollten und gestalteten auch darstellerisch das Heft mit. Lust auf das Ergebnis? Hier entlang!

 

 

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